Die Verabschiedung darf emotional sein. Man darf weinen und man darf zu seinen Gefühlen stehen.
Die Verabschiedungsfeier ist eine der wichtigsten Vorgänge zur Bewältigung Ihrer Trauer. Die Verabschiedung ist der letzte Weg
den Sie mit Ihrem Familienangehörigen gemeinsam gehen. Je persönlicher die Verabschiedung gestaltet wird, desto intensiver können Sie diese Erfahrung in Ihrem Trauerverarbeitungsprozeß integrieren.
Viele Menschen haben Angst vor dieser Feier, da Sie nicht wissen, wie sie Sich in diesem Moment fühlen werden, ob Sie weinen müssen und ob sie sich überhaupt im Griff haben werden. Lassen Sie Ihren Gefühlen freien Lauf, es ist menschlich, Gefühle zu zeigen und diese auch zu zulassen.

Inspirationen


Bestattungskultur im Wandel

Die Bestattungskultur in Deutschland befindet sich im größten Wandel seit Menschen Gedenken! Mittlerweile werden mehr Menschen urnen- als . . . erdbestattet in Deutschland. Die Kirche befindet sich in einem ebensogroßen Wandel und muss notgedrungen ihre Kirchen entweihen und umfunktionieren. Seit 2004 erhalten die Angehörigen kein Sterbegeld mehr seitens der Krankenkassen und die Aachener Friedhöfe verfügen über viel zu viel Fläche.

Auch die Farbgebung in einem Trauerfall hat sich geändert. So trugen die Menschen bis vor 20 Jahren noch für ein ganzes Jahr lang ausschließlich schwarze Trauerkleidung um zu signalisieren, dass ein Familienmitglied gestorben ist. Bis vor einigen Jahren trugen die Angehörigen noch für ca. 6 Wochen schwarze Kleidung.

Das Bild hat sich geändert! Und wir, vom Bestattungshaus Schinkenmeyer, finden diesen Trend für richtig. Die Trauerzeit nach dem Verlust eines Angehörigen ist ohnehin traurig genug und dunkel ist schließlich nicht eine perspektivisch erhellende Farbe. Ihr Leben muss weiter gehen und dies am besten positiv und farbenfroh.

Veränderung der wirtschaftlichen Verhältnisse

In Zeiten, in denen ein Liter Benzin in Euro genausoviel kostet wie zur DM-Zeit, die Löhne . . . allgemein nicht so gestiegen sind wie die Lebenshaltungskosten, der Durchschnittsbürger weniger Geld zum Ausgeben zur Verfügung hat wie vor 10 Jahren, der Mittelstand dementsprechend Schritt für Schritt wegbricht, wurden auch das Sterbegeld gestrichen sowie die Friedhofsgebühren extrem erhöht.

Frage: Wie soll ein Bürger in diesen schwierigen Zeiten eine angemessene Beerdigung durchfürhren?

Veränderung der Verantwortlichkeit

Nachdem der Gesetzgeber 2004 das Sterbegeld seitens der Krankenkassen gestrichen und zur gleichen Zeit die Stadt Aachen die Gebühren drastisch erhöht hat, . . . hat sich die Verantwortung für jeden einzelnen enorm geändert. Zum Schutz Ihrer Familie bleibt Ihnen gar nichts anderes übrig, als selbstverantwortlich für einen Sterbefall vorzusorgen.

Verantwortung bis 2004:
Bis zu diesem Zeitpunkt hat der Staat in Form des Sterbegeldes die Verantwortung für Sie übernommen, im Todesfall einen großen Anteil der Kosten zu übernehmen. Nach der Streichung des Sterbegeldes obliegt es nun nur noch Ihrer eigenen Verantwortung, die finanziellen Kosten zu übernehmen.

eigene Vorsorge betreiben:
Sie müssen also selber zum Schutz Ihrer Familie eine Versicherung abschließen, damit Sie im Todesfalle nicht Ihre Familie finanziell belasten. Bitte bedenken Sie. Eine durchschnittliche Beerdigung in Aachen kostet insgesamt ca. 5.000 € bis 6.000 €!

Neue Beerdigungsarten

Nachdem der Staat erkannt hat, dass sich in unserer heutigen Zeit mehr Menschen urnenbestatten lassen, wurden neue Beerdigungsmöglichkeiten erschaffen, wie z.B. die . . . Grabkammern auf den Friedhöfen Hüls und West II sowie den sogennanten amerikanischen Rasenbestattungen mit Grabplatte.

Folgende neue Beerdigungsarten können seit 2006 in Aachen durchgeführt werden:

  • Rasenbegräbnisse - Baumbestattungen - (auch im Familiengrab)
  • Verstreuungen      - naturnahe anonyme Bestattungen Waldfriedhof
  • Grabkammern - Stelenbeisetzung Grabeskirche St. Josef

Da in Aachen bereits mehr Feuerbestattungen als Erdbestattungen durchgeführt werden (60/40) und die Mentalität der Grabpflege immer mehr nachgelassen hat, waren diese grundsätzlich neuen Möglichkeiten sehr von Nöten. Besonders die Rasenbestattung findet einen enormen Anklang in der Bevölkerung, da die Pflege des Grabes für die Zeit der Ruhefrist entfällt, trotzdem aber noch ein Anlaufpunkt auf dem Friedhof besteht.

Generation "Keine Friedhofsgänger"

Die Zeiten, in denen die ganze Familie jede Woche einen Sonntagsspaziergang über den Friedhof gemacht hat, um seinen Familienangehörigen zu gedenken, sind . . . vorbei!

Schon lange nicht mehr werden teuere Familiengräber für mehrere Särge gekauft. Viele Menschen, die in Ihrer Heimatstadt aufgewachsen sind, ziehen zwecks Studium oder Beruf um und können weder die jahrzehntelange Grabpflege noch die Sonntagsspraziergänge erfüllen.

Vielleicht 3 - 4 x jährlich zu entsprechenden Anlässen wie Geburtstag, Todestag oder Weihnachten erfüllt ein Grab ohne Grabpflege seinen Zweck und wird als vollkommen ausreichend betrachtet.

Trauriger Anblick des Erdreihengrabes

Auf dem Friedhof Hüls finden sämtliche Erdbestattungen statt, die das Ordnungsamt der Stadt Aachen veranlasst. Dieses Photo wurde 2013 aufgenommen und zeigt, dass nur noch wenige . . . Familien auf dem Friedhof Hüls Wert auf ein Erdreihengrab legen . Sämtliche Trauerkreuze, die Sie hier sehen, sind ordnungsamtliche Beisetzungen. Beerdigungen, die die Stadt Aachen anordnet, weil keine Familienangehörigen mehr existieren. Ein trauriger Anblick und ein weiteres Zeichen, dass die Bestattungskultur sich wandelt.

Neue Wege der Trauerverarbeitung

Auch im Bereich der Trauerverarbeitung befindet sich unsere Zeit im Wandel. Während in früheren Jahren die Menschen noch regelmäßig in die Gottesdienste zogen und dort vor Ort ihre Trauer verarbeiteten, . . . fällt diese Aufgabe immer mehr in den Bereich der Beerdigungsinstitute.

In vergangen Zeiten gingen die Menschen in die Abendmesse oder in den wöchentlichen Sonntagsgottesdienst. Bei diesen Besuchen hatten die Menschen regelmäßigen Kontakt zu Ihren Geistlichen und vor allem zu Ihrem Glauben. Bei diesen Kontakten konnten Trauernde Ihrer Trauer in Gesprächen mit der Kirche freien Lauf lassen. Auch durch die Totenwache, Exequien und Sechswochenamt hatten die Menschen während Ihrer Trauerverarbeitung permanenten Kontakt zur Kirche. Da immer mehr Menschen ihren Austritt aus der Kirche verkünden und die Gottesdienste schon seit geraumer Zeit nicht mehr ausgelastet sind, nehmen die Trauernden immer häufiger folgende Trauerverarbeitungsmöglichkeiten wahr:


Neben den Gesprächen mit den Pfarrern der Pfarrgemeinden können Sie folgende Möglichkeiten nutzen.

- ökumenisches Trauercafé
- Seniorenstuben der katholischen Gemeinden
- Trauerbegleitung der Einrichtung des Malteser Hilfsdienst
- Hospizbegleitung
- diverse Kursangebote (z.B. "Engagiert älter werden")
(Angebote siehe Trauerbegleitung)

Neue Verabschiedungsfeier

Auch das Bild der Verabschiedungsfeier hat sich durch die Vielzahl der Urnenbestattungen geändert. In fast allen Abschiedsfeiern wird heute ein . . . Bild des Verstorbenen aufgestellt. Unserer Meinung nach ebenfalls ein positiver Wandel, denn es ist sicherlich angenehmer während der Trauerfeier, sich mit einem schönen Bild des Verstorbenen auseinander zu setzen, als mit einem Sarg.

Ebenfalls ein Standard der heutigen Verabschiedungsfeiern ist das Abspielen von Musikstücken aus dem Leben des Verstorbenen. Persönliche und emotionale Phasen werden meist in diesen Momenten nocheinmal durchlebt und helfen dabei, den Prozess der Trauerverarbeitung in Gang zu setzen.

Wir vom Bestattungshaus Schinkenmeyer, versuchen mit vielen hellen Elementen der Verabschiedungsfeier "Hoffnung" zu verleihen. "Hoffnung" für die Angehörigen, dass Sie diesen neuen Lebensabschnitt so schnell wie möglich annehmen können, Ihr Leben neu zu ordnen und vor allem weiter zu leben.